Steigende Strompreise zeigen den dringenden Handlungsbedarf in der Energiepolitik
Die im Entwurf des Bundeshaushalts vorgesehene Kürzung des Zuschusses zu den Übertragungsnetzentgelten macht deutlich: Die Strompreise in Deutschland bleiben politisch verursacht zu hoch. Sinkt der Bundeszuschuss, drohen bereits im kommenden Jahr wieder steigende Stromkosten für Haushalte und Unternehmen.
Dazu erklärt der energiepolitische Sprecher der FDP Brandenburg, Prof. Dr.-Ing. Martin W. Neumann:
Es kann nicht dauerhaft die Lösung sein, steigende Netzkosten mit immer neuen Milliarden aus dem Bundeshaushalt zu überdecken. Das entlastet kurzfristig, löst aber nicht das eigentliche Problem. Wir müssen die Kosten unseres Energiesystems insgesamt senken.
Prof. Dr. Martin Neumann
Aus Sicht der FDP Brandenburg braucht Deutschland eine Energiepolitik, die Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz gleichermaßen berücksichtigt. Der weitere Ausbau der Stromnetze ist notwendig, muss aber effizienter und kostengünstiger erfolgen. Gleichzeitig müssen Genehmigungsverfahren beschleunigt, Speichertechnologien ausgebaut und alle klimafreundlichen Technologien ergebnisoffen bewertet werden.
Strom ist längst der Energieträger der Zukunft – für Industrie, Gewerbe, Wärmepumpen und Elektromobilität. Umso wichtiger ist es, dass Strom bezahlbar bleibt. Hohe Energiepreise gefährden Arbeitsplätze, Investitionen und die Akzeptanz der Energiewende.
Prof. Dr. Martin Neumann
Die FDP Brandenburg fordert daher eine grundlegende Reform der Finanzierung der Netzkosten und eine Energiepolitik, die stärker auf Wirtschaftlichkeit und Innovation setzt. Ziel muss sein, die Strompreise dauerhaft zu senken – nicht durch immer höhere staatliche Zuschüsse, sondern durch ein effizienteres und marktwirtschaftlich ausgerichtetes Energiesystem.
