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Innenminister Redmann erfindet Schrödingers Jugendlichen

Zu den Forderungen von Innenminister Jan Redmann (CDU) anlässlich der Vorstellung der Zahlen zur politisch motivierten Kriminalität erklärt der Generalsekretär der FDP Brandenburg, Matti Karstedt:

„Innenminister Redmann geht offenbar von Schrödingers Jugendlichen aus: Sie sollen gleichzeitig reif genug sein, für jede einzelne Tat mit dem scharfen Schwert des Strafrechts geradezustehen. Andererseits sind sie noch nicht in der Lage, Social Media zu bedienen. Das ist populistischer Unfug und kein ernsthafter Beitrag zur Lösung der eigentlichen Probleme.

Die Ursachen politisch motivierter Jugendkriminalität liegen nicht im Zugang zu TikTok, sondern in fehlender Medienkompetenz, schwachen Schulen und sozialer Entwurzelung. Wer darauf mit Verbotsfantasien und Strafverschärfungen reagiert, hat die Debatte entweder nicht verstanden. Oder er will sie nicht verstehen, weil einfache Parolen bequemer sind als harte Bildungsarbeit.

Besonders pikant: Ausgerechnet in der Regierung, der Herr Redmann angehört, stellt sein Parteifreund und Bildungsminister Gordon Hoffmann gerade öffentlich fest, dass Brandenburg auf einen massiven Lehrermangel zusteuert. Statt Kinder zu kriminalisieren wäre es die Aufgabe der CDU, Lösungen zu finden, Quereinsteiger zu qualifizieren und den Schulen Luft zum Atmen zu verschaffen.

Wir brauchen verbindliche Medienbildung in allen Schulformen, ausreichend Lehrer, echte Fortbildungsangebote, die Stärkung der Eltern und eine ehrliche Aufklärung über Algorithmen, Desinformation und psychische Gesundheit. Insbesondere die Verbotsforderungen des Innenministers jedenfalls sind weder verfassungsrechtlich tragfähig noch praktisch durchsetzbar.“


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