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FDP Brandenburg: „Aufstieg durch Bildung scheitert an der Note vier“

Die neuen Regeln für Schulabschlüsse an Brandenburgs Oberschulen können für Schülerinnen und Schüler erhebliche Folgen haben. Besonders betroffen sind Jugendliche in Klassen der Erweiterten Berufsbildungsreife (EBR), die den Mittleren Schulabschluss – die Fachoberschulreife (FOR) erreichen wollen.

Künftig müssen sie dafür offenbar in jedem einzelnen Fach mindestens die Note 3 erreichen.

Die Konsequenz ist drastisch: Ein Schüler kann in Mathematik, Deutsch und Englisch gute Leistungen haben – eine einzige Vier, beispielsweise in Musik, reicht aus, um den FOR zu verhindern.

„Das müssen Eltern und Schüler wissen: Ein junger Mensch kann sich über Jahre verbessern, gute Leistungen zeigen und trotzdem wegen einer einzigen Vier am mittleren Schulabschluss scheitern. Aufstieg durch Bildung muss weiter eine Chance bleiben!“, erklärt Ralf Tiedemann, bildungspolitischer Sprecher der FDP Brandenburg.

Bisher konnte eine einzelne Schwäche durch gute Leistungen in anderen Fächern ausgeglichen werden. Künftig entscheidet an dieser Stelle nicht mehr das gesamte Leistungsbild.

Besonders schwer nachvollziehbar ist, dass gleichzeitig die Voraussetzungen für FOR-Q – die Fachoberschulreife mit Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe – vereinfacht werden.

„Wir können nicht den Weg von EBR zu FOR erschweren und gleichzeitig den nächsten Schritt zur Oberstufe erleichtern. Die EBR-Klasse darf nicht zur Sackgasse werden.“

Die FDP Brandenburg fordert deshalb eine konkrete Korrektur: Eine einzelne Vier darf den FOR nicht verhindern. Sie muss durch gute Leistungen in anderen Fächern ausgeglichen werden können. Dabei können für die Kernfächer Deutsch, Mathematik und Englisch weiterhin besondere Mindestanforderungen gelten. „Wir wollen keine niedrigeren Anforderungen. Wir wollen faire Anforderungen. Entscheidend muss die Gesamtleistung eines Schülers sein – nicht eine einzige Note.“


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