FDP Brandenburg

Mitteilungen

„Batteriespeicher brauchen endlich klare Regeln – Brandenburg darf nicht auf Berlin warten“

Anlässlich der Energieministerkonferenz in Stralsund fordert die FDP Brandenburg eine grundlegende Reform der Speicher- und Netzanschlussverfahren in Deutschland. Die Energieminister hatten dort erneut auf die wachsende Zahl von Batteriespeicheranträgen und fehlende Kriterien für deren Anschluss hingewiesen. Martin Neumann, energiepolitischer Sprecher der FDP Brandenburg, erklärt dazu:

Dass sich Speicheranträge stapeln, ist kein Zeichen des Fortschritts – sondern ein Hinweis darauf, dass unser Energiesystem an fehlenden Regeln erstickt. Wer das Netz stabilisiert, muss schneller angeschlossen werden. Investoren brauchen klare, verlässliche Kriterien, sonst bricht die Energiewende an Bürokratie zusammen.

Martin Neumann

Die FDP Brandenburg unterstützt die Forderung nach einem flexibleren und digitaleren Stromsystem, kritisiert jedoch das anhaltende Zögern der Bundesregierung. Nach Auffassung der Liberalen geraten nicht nur große Industriebetriebe, sondern auch mittelständische Unternehmen und private Haushalte zunehmend unter Druck, weil die Rahmenbedingungen für Investitionen in Speicher- und Netzinfrastruktur fehlen.

Wir brauchen ein einheitliches und beschleunigtes Vergabeverfahren. Kriterien wie Reifegrad, Netzdienlichkeit und Planungsstand müssen bundesweit gelten. Ohne verbindliche Genehmigungsfristen und digitale Prozesse wird keine Speicherstrategie funktionieren.

Martin Neumann

Die FDP betont, dass gerade Brandenburg wegen seiner hohen Windstromproduktion dringend Speicher- und Netzkapazitäten benötigt. Wir brauchen verbindliche, bundesweite Genehmigungsfristen für Speicher und Netzanschlüsse, klare Kriterien für den Vorrang beim Netzanschluss (Netzdienlichkeit, Reifegrad, Einbindung in regionale Netzentlastung), digitale, standardisierte Verfahren bei Netzbetreibern und Behörden, technologieoffene Förderung von Speicherlösungen in Brandenburg.

Brandenburg könnte Vorreiter eines modernen Energiesystems sein. Aber dafür müssen wir die Netze entlasten, Abregelungen vermeiden und Speicher dort anschließen, wo sie den größten Nutzen bringen. Das Land sollte sich in Stralsund klar für eine Speicheragenda starkmachen – und Berlin endlich mit Druck begegnen. Speicher, Wasserstoff, flexible Gaskraftwerke, Geothermie – wir brauchen das gesamte Portfolio. Nur Technologieoffenheit und klare Regeln bringen die Energiewende voran und verhindern die weitere Verunsicherung von Unternehmen und Bürgern.

Martin Neumann


Spenden

Ihre Spende zählt: Für Fortschritt, Freiheit und faire Spielregeln

Eigener Betrag in Euro

Empfänger